1.000 Dollar für ein leeres Versprechen

warten auf die skyllex-auszahlungen

Skyllex zahlt nicht mehr aus – diese Hiobsbotschaft riß am 16. März nicht nur die Geldfüxxe aus ihren Renditeträumen. Erst wurde die Verzögerung bei den Auszahlungen mit Software-Problemen im Zusammenhang mit den Zahlungsprozessoren erklärt, danach folgten Mutmaßungen über einen Hackerangriff und schließlich sollte es an der Menge der plötzlich auftretenden Auszahlungen liegen. Diese wäre einfach nicht zeitnah abzuarbeiten.

Die Lösung schien erst recht vernünftig: Nur noch eine Auszahlung ist möglich pro Kunde im Zeitrahmen von etwa 72 Stunden. Hat dann der

Geldfuxx Konrad: „Jetzt brauchen wir Tee und starke Nerven“!

Unser Gespräch mit Konrad Aufspießer, dem Ober-Geldfuxx, hatten wir schon für Mitte März geplant. Dazwischen gekommen ist letztlich die Skyllex-Pleite und Konrad hat den Termin abgesagt. Vier große Reinfälle in Folge – Recyclix, XABO, RightRise und Skyllex – schreiben eben ihren eigenen Terminkalender. Am Freitagabend nun hatte Konrad Zeit für uns und wir haben uns mit ihm auch über seine weitere Strategie im „15.000-Dollar-Marathon“ unterhalten.

Redaktion: „Dein Favorit Skyllex ist ja nun Geschichte Konrad. Was uns und unsere Leser wohl am brennendsten interessieren dürfte, ist die Frage: Wie geht es weiter mit dem 15.000-Dollar-Marathon und Deinem Vorhaben, den gewinnen zu wollen“?

Konrad: „Oh ja, Mann – der Paukenschlag vom 16. März war kräftig, der Verlust vierstellig knapp unter der Obergrenze. Ich gehöre ja nicht zu jenen, die gleich in Panik ausbrechen, wenn mal was nicht ganz rund läuft und habe mich daher lange geweigert, die Pleite anzuerkennen. Nachdem aber meine Testauszahlung nach nunmehr einer Woche unverändert auf „Neu“ steht, die 72-Stunden-Frist also längst überschritten ist, bleibt einem nichts anderes übrig. Es wird schwierig werden, den Verlust schnell wieder aufzufangen, da kaum Reserven geblieben sind“.

Redaktion: „Du hast ja die Seite »Investmentprogramme im Test« erst kürzlich eingerichtet. Sind die dort vorgestellten Programme nicht jene, auf die Du setzen willst? Da müßte doch das ein oder andere Programm dabei sein, mit dem sich Skyllex kompensieren läßt?

Konrad: „Ich denke, im Text darauf hingewiesen zu haben, daß die Seite laufend erweitert und aktualisiert wird. Wie dort bei den einzelnen kurzen Vorstellungen ja zu lesen ist, teste ich diese Programme. Wobei diese Tests ja nur besagen, ob ein Programmanbieter auch ausbezahlt oder sich frühzeitig vom Acker macht, wie das bei »m-cloud« und »forex creators« geschehen ist. Da sind schon einmal die nächsten 200 Dollar den Bach runter gegangen. Die Aussagekraft solcher Tests ist deshalb sehr begrenzt – wenn der Geldfuxx heute sein Kapital und die Rendite bekommt, bedeutet das in keinster Weise, daß Du morgen das Deine ebenfalls bekommen wirst!“

Redaktion: „…kein Programm dabei, welches man als „Ass“ sehen könnte“?

Konrad: „Ob es ein Ass ist, weiß ich noch nicht, das wird sich zum Oster-Wochenende zeigen. Ich habe Anfang März die »Tea-House Inc.« gefunden und bin dort mit einem Testaccount gestartet. Erst waren das sinnlos bei Perfect Money herumliegende zehn Dollar, was mir dann für einen Test doch etwas zu gering erschien. Ich habe 200 Dollar nachgelegt. Und, was soll ich sagen: Tea-House hat tatsächlich die zugesagten 210 Prozent nach 30 Tagen ausbezahlt! Wenn jetzt am Karfreitag oder Ostersamstag auch noch die 2.000 Prozent aus meiner teilweisen Wiederanlage zur Auszahlung kommen, verleihe ich der Company tatsächlich das Prädikat, ein »Ass« zu sein. Aber bitte – immer daran denken: Skyllex war auch schon ein solches“!

Redaktion: “Da finden sich aber doch noch eine ganze Reihe weiterer Programme. Was ist mit denen“?

Konrad: „Razzleton, Agrarian-Benefit und Invest VIP sind Schrottprogramme, die leider nicht auszahlen. 400 Dollar zum Fenster raus geworfen. Bei allen anderen sind die Tests noch nicht abgeschlossen. Wobei auch da schon wieder zumindest eines kräftig wackelt. Nur gut, daß ich da noch nicht einbezahlt hab’ – Safe Bargains. Hätte mir eigentlich gut gefallen. Manche dieser Angebote sterben einfach schneller als die Eintags-Fliegen…“.

Redaktion: „Ziemlich trübe Perspektiven, wenn man das so alles zusammen nimmt! Da wird das wohl nicht’s werden mit Deinen hochgesteckten Zielen.“

Konrad: „Die Hoffnung stirbt zuletzt Freunde. Schon einmal gehört? Wir haben uns bis jetzt nur über HYIPs unterhalten und ich muss zugeben, die bildeten auch bislang den Schwerpunkt der Geldfuxx-Aktivitäten. Aber da gibt es schon noch ein paar fast bis vollkommen anders gelagerte Optionen. Ich habe mir zum Beispiel einen Robot-Trader ausgesucht, den ich bei der nächsten Gelegenheit, sobald wieder liquide Mittel im Konto sind, testen werde. Diese Möglichkeit habe ich ob meiner Begeisterung für Skyllex aus den Augen verloren. Der steht dafür jetzt ganz oben auf der Liste. Und die Geldfüxxe haben vier Shopkonzepte in petto, die endlich beworben werden müssen, den zumindest für zwei beginnt jetzt die Saison.“

Redaktion: „Internet-Marketing soll ja tatsächlich für einige Marketer recht gut funktionieren. Aber bedarf es dazu nicht grundlegender Kenntnisse unter anderem zur Technik? Ich denke da an Sales-Funnel und eMail-Marketing. Oder Blogs mit zielgerichtetem Problemlöser-Kontent. Dafür ist doch sicher ganz schön Zeit erforderlich…“.

Konrad: „Auch in dem Bereich ist die Zeit fortgeschritten und bietet weitere Möglichkeiten. Nimm das Geldfuxx-Reiseportal zum Beispiel. Komplett eingerichtet und gleich nach der Registrierung einsatzbereit ohne einen einzigen Cent Startkapital. Bestpreis-Garantie und Cashback-Programm für den Kunden. Funktioniert ähnlich wie Payback , nur statt Punkten eben Geld. Keinerlei Verpflichtungen und dazu noch die Option, Partner anzuwerben, an deren Umsätze man nicht überzogen viel, aber doch fair mitverdienen kann. Ich hab’s ausprobiert und konnte feststellen, daß sich dieses Konzept hervorragend als Zubrot für kleinere Geschäfte im Offline-Leben eignet. Damit kann man sogar die Muckibude um’s Eck als Vertriebspartner gewinnen“.

Redaktion: „Konrad Aufspießer als Reiseunternehmer. Wer hätte das gedacht! Hast Du noch mehr solcher Überraschungen parat“?

Konrad: „Ich könnte Dir da derzeit noch einen BIO-Moringa-Shop anbieten. Oder was immer geht – einen Handyshop! Solltest Du mehr erwarten, muss ich Dich und die Leser leider enttäuschen. Es wäre sicher schön, noch zwei, drei solcher Asse im Ärmel zu haben, aber gute Geschäftsideen und Partner-Programme, denen man die Abzocke nicht schon gleich beim ersten Blick auf die Webseite ansieht, sind selten. Nein, absolute Raritäten“.

Redaktion: „Das können wir uns eigentlich nur schwer vorstellen, flattern doch tagtäglich die tollsten Verdienstangebote über die zahlreichen Werbemailer in’s Haus. Da wird sich doch was finden lassen“.

Konrad: „Wenn man die Angebote so liest, könnte man tatsächlich diesen Eindruck gewinnen, das ist richtig. Allerdings halte ich nicht’s von Geschäftskonzepten, die lediglich aus einem Marketingplan mit vorgegebener Matrix, netten „Spill over“-Phantasien und einem Geldfluß bestehen, die Neueinsteiger an die bereits vorher eingeschriebenen Mitglieder via Monatsbeitrag, Lizenzgebühr und was es da noch alles für tolle Namen gibt, zahlen lassen. Am Ende erweisen sich diese Gebilde immer als Schneeball-Systeme, egal ob sie Dollar, Euros oder Bitcoins abräumen. Auch all die RevShare-Programme, die sich am Markt tummeln, zählen genau genommen mit dazu. Allerdings möchte ich hier ›AdzBay« ausdrücklich ausnehmen“.

Redaktion: „Wie das. RevShare ist doch wohl Revshare und Abzocke bleibt doch auch Abzocke. Ich glaube, das sogar einmal aus Deinem Mund gehört zu haben“.

Konrad: „Durchaus möglich, daß ich das gesagt habe, ja. Nur AdzBay ist bisher das einzige Revshare-Programm, bei dem ich exakt das bekomme, was ich möchte. Facebook-Likes, Twitter-Follower, Banner-Views oder auch qualitativ hochstehende Seitenbesucher, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Und das zu einem absolut akzeptablen Preis. Die Auswahl der Werbemöglichkeiten und des Werbetextes, die ich dort selber treffen kann und nicht nehmen muß, was sich irgendwer im Verborgenen für mich ausgedacht hat, ist mindestens drei Mal so groß, wie bei herkömmlichen RevShare-Programmen. Beim Kauf eines einzigen Klick-Packs steht mir diese Vielfalt schon zur Verfügung. Weiterer Vorteil: das Pack kostet nur 30 US-Dollar, was die Sache ja nur angenehmer macht. Das Payback-Programm ist ohnehin obligatorisch. Ich habe zum Beispiel eine meiner Facebook-Seiten mit den AdzBay-Likes aus ihrem Dornröschenschlaf geholt.“

Redaktion: „Also lohnt sich RevShare doch“?!

Konrad: „Wenn Du nicht auf den Payback-Bonus schielst, sondern die Werbeoptionen im Vordergrund siehst und die dann auch noch gezielt auswählen kannst, kann das so sein. Ich schätze AdzBay in dem Punkt tatsächlich“!

Redaktion: „Den Payback-Bonus gibst Du dann in die Investment-Programme?“

Konrad (lacht): „Ich bin dort jetzt mit 13 Packs involviert. Bis da ein wirklich meßbarer Bonus zustande kommt, hoffe ich den Marathon beendet zu haben“! (Anm. d. Red.: Wie sich nach dem Interview herausstellte und was Konrad offensichtlich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte: AdzBay war zu dem Zeitpunkt bereits offline und hatte den Betrieb eingestellt).

Redaktion: „Was würdest Du denn nun unseren Leser empfehlen? Es sind ja nicht gerade wenige, die den 15.000-Dollar-Marathon verfolgen und sicher sind auch welche darunter, die Dich nachahmen werden“.

Konrad: „Das wäre schlimm. Die hätten ja dann alle meine Pleiten in den letzten Monaten mitgemacht. XABO, RightRise und jetzt Skyllex. Ich hoffe nur, daß meine Fans, wenn ich die Nachahmer jetzt einfach mal so nennen darf, nicht eine ebenso agressive Strategie verfolgt haben, wie ich es vorgemacht habe. Wenn ich mir das vorstelle – besser nicht!

Bei XABO habe ich gegen meine eigenen Regeln verstoßen und vollkommen darauf verzichtet, meinen Einsatz zurück zu holen. Statt dessen sogar noch zusätzlich nachgelegt, da ich möglichst schnell die $ 15.000 für einen vollständig einbezahlten Glimpse-Plan bei Skyllex haben wollte. Wie war das doch gleich wieder? Gier frißt Hirn, nicht wahr..?“

Redaktion: „So ähnlich, ja. Keine Empfehlung, Konrad?“

Konrad: „Doch. Natürlich. Jetzt brauchen wir Tee und starke Nerven. Aber im Ernst:

1. Nie mehr riskieren, als man verschmerzen könnte!
2. Den Kopf nicht hängen lassen, wenn was schief geht.
3. Darüber nachdenken, wo man selbst eventuell Fehler gemacht hat.

 

Ich weiß zum Beispiel, daß ich bei Skyllex hätte besser abschneiden können, wenn ich mich bei den Re-Investitionen konservativer verhalten hätte. Den Fehler mache ich bestimmt nicht noch einmal.

4. Nicht gleich nervös werden, wenn sich nach einem Reinfall nicht gleich Alternativen zeigen.

Sollen zwei. drei Tagen oder auch einmal eine Woche vergehen, bis sich neue Chancen auftun. Die Zeit ist kostbar und hilfreich bei der Ideenfindung zur Beantwortung der Frage, wie und wo sich diese neuen Geldquellen auftun könnten. Nehmt Euch die Zeit und denkt mindestens eine Stunde pro Woche über Euer Geld und Eure Chancen nach.

Mir ist »mein Tea-House« ja auch nicht einfach so zugeflogen. Und wenn Ihr wirklich einen Tipp haben wollt, wo es sich im Augenblick lohnen könnte, ich betone könnte: Nehmt 100 Dollar in die Hand, investiert sie dort in den VIP Long-Plan. Mit etwas Glück geht die Rechnung tatsächlich auf und Ihr habt noch vor dem »Tag der Arbeit« ein nettes vierstelliges Taschengeld für den Pfingsturlaub im Konto.

Aber denkt auch daran – Ratschläge dieser Art gibt der Aufspießer Konrad immer nur ohne Gewähr“!

Redaktion: „Ist klar Konrad, die Botschaft ist angekommen. Wir danken Dir für das Gespräch und wünschen Dir ein für die Zukunft ein glücklicheres Händchen und viel Erfolg“!

Konrad: „Immer gerne, die Herren Redakteure. Und denkt an Euer Newsletter-Motto mit dem Zitat von Karl Valentin: „ich freue mich wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch. Also, laßt es Dukaten regen für uns alle!“


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