Identitätsdiebstahl und kein Geld für Teilnehmer

Wie vorhergesagt, so auch leider eingetroffen: Die Seite „EUROUS“ entpuppte sich zum Monatsanfang Dezember als bösartiger Fake. Gutschriften auf angebliche Referalgewinne werden zwar fleißig angezeigt, anfangen kann man damit jedoch nichts. Auszahlen geht nicht, damit Zocken geht ebenfalls nicht, die Zahl steht einfach mal so im Raum. Die Geldfüxxe hatten ja ihr eigenes Konto nach der dubiosen Warn-Seite nicht weiter verfolgt und die URL über den Papierkorb entsorgt.

Jetzt hat uns ein Teampartner von seinen weiteren Erfahrungen mit der Seite berichtet. Schön wäre es da zumindest, so seine resignierende Feststellung, „wenn wenigstens die zur Auszahlung beantragten Gelder aus der eigenen Tradingaktivität des Kontoinhabers auf dem ausgewählten Konto eintreffen würden“. Sie tun es nicht, wie aus den Unterlagen klar ersichtlich ist. Zum 1. Dezember wäre da eine Auszahlung über 201 USD auf ein Paypal-Konto fällig gewesen. Es erübrigt sich eigentlich, heute am 6. Dezember die Feststellung zu treffen, daß selbstredend keine Auszahlung angekommen ist.

EUROUS ist eine reine Daten-Einsammelseite, der Fachmann nennt das Phisingseite: 1. die eMail-Adressen lassen sich wunderbar für Spamversand nutzen und auch verkaufen. 2. Zumindest eine Bank- beziehungsweise Kreditkartenverbindung und der dazugehörige Realname ist den Seitenbetreibern bekannt geworden. Damit lassen sich für den rechtmäßigen Inhaber unter Umständen sehr teuer werdende Schweinereien inszenieren. 3. Durch die tägliche Nutzung besteht darüber hinaus reichlich Gelegenheit, Trojaner und andere Schadsoftware auf die Rechner der Nutzer zu schmuggeln. An der Stelle wird es hochgefährlich für den PC-Nutzer, da seine Paßwörter und Online-Bankzugänge extrem gefährdet sind. Wenn es hierzu dann lediglich zu solchen Warnhinweisen kommt, deren Ziel schnell zu durchschauen ist, hat man eigentlich noch Glück gehabt.

Darüber hinaus hat der Seitenadmin natürlich auch die Möglichkeit, richtig Geld für die täglichen Werbeeinblendungen zu kassieren. So lange die User das Spiel mitmachen, sprundeln die Finanzquellen in alle Richtungen bestimmt recht munter.

„Abgedreht“, was sich manche Webmaster einfallen lassen, wenn sich die erste Website mit einem solch kriminellen Hintergrund durch Aufklärung tot läuft: Sie stellen einfah einen Klon in’s Netz und verpassen dem lediglich einen anderen Namen, sprich eine neue URL. So wurde jetzt aus der Phisingseite „EUROUS“ die Phishingseite „BESTSUN“. So lange sich die Netzgangster jedoch so dämlich anstellen, wird es ein Leichtes sein, vor weiteren unseriösen Handlungen zu warnen.

Sollten Sie ebenfalls auf der Seite von EUROUS aktiv gewesen sein, empfehlen wir dringend auch einen gründlichen Virenscan für die Festplatte und angeschlossene Speichermedien Ihres PCs. Wenn Sie dabei einen oder gleich mehrere Trojaner finden, würde uns das nicht überraschen.

bestsun ist eine ebenfalls kriminellephishingseite wie das identish aussehende original eurous
BESTSUN – der ebenfalls kriminell veranlagte Klon von EUROUS

 

 

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