Ein Blick hinter den Vorhang

VIP Business-Club lockt mit leeren Zusagen

werbung fuer den vip-business-club
Lerre Versprechungen beim VIP-Business- Club

Informationen zu verschiedenen Werbe- und Geschäftsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht immer den Zeitaufwand wert, um sich ein schnelles Bild von den Angeboten zu machen. Hin und wieder bleibt der Blick dann bei einer Offerte haften, bei der es sich lohnen könnte, genauer hinzuschauen, so wie in diesem Fall:

Hier heißt es vollmundig

  • Sie alleine bestimmen das Aussehen (Text + Bilder) Ihrer 5 Werbeseiten
  • Diese 5 Seiten können Sie nutzen:
    Home -Verschiedenes -Galerie -News -Kontakt
  • Platzieren Sie sich in bis zu 6 verschiedenen Kategorien
  • Sie brauchen keinerlei Vorkenntnisse
  • Ändern Sie ihre Werbeseiten von überall aus
  • VIP-Newsletter
  • Direktlink
  • Nennung im Newsticker
  • Google-Optimiert
  • VIP-Karten zum kostenlosen verteilen
  • VIP-Karte mit lukrativen Rabatten und Vergünstigungen

Liest sich gut, auch wenn bei Google die Backlinks nicht mehr so gefragt sein sollen. Fünf Werbeseiten sind mindestens zehn Links, die wir gerne für das Geldfuxx-Angebot nutzen würden, wenn auch der Rest des Angebotes hält, was die Werbung verspricht. Für das Alexa-Ranking sind die Links nämlich immer noch echte Schwergewichte. Also schnellentschlossen zu Werke und angemeldet – umsonst ist es ja auch noch, zumindest bis Februar 2017.

Zum 1. Februar 2017 soll es dann auch so richtig losgehen. Aber schon jetzt – so jedenfalls verstehe ich die Werbeaussage „Was wir Ihnen bieten?“ und anschließend die oben angeführte Auflistung – sollte zumindest ein Teil der „Möglichkeiten“ nutzbar sein.

vollmundige werbeverspechen
Nichts von alledem ist tasächlich vorhanden

Liebe Leute, wenn dann tatsächlich wenigstens ein Teil des Ganzen vorhanden wäre. Aber nur einen Ref-Link zur personalisierten Landingpage und ein „Marketingplan“ (Stand 27.12. 2016)  – der endlich offenbart, was der VIP-Club werden oder sein möchte – das ist mir entschieden zu dürftig. Noch nicht einmal eine Visionsbeschreibung oder ein einziges Werbebanner stehen zur Verfügung – für eine Business-Organisation auch im Anfangsstadium ein trauriges Bild.

Und eines ist auch klar – ich hätte die Geldfüxxe nicht angemeldet, würden die „VIP’s“ mit offenen Karten gespielt haben. Wenn zum Beispiel schon in der Werbung mitgeteilt worden wäre, daß die so toll aufgelisteten Leistungen ab Februar kostenpflichtig sind und per anno mit rund 100 EUR zu Buche schlagen sollen. Dass man nicht alles umsonst haben kann, ist ohnehin klar, aber gleich so kräftig? Das komplette Hosting mit Trafficflat für eine komplette Homepage kostet noch nicht einmal die Hälfte des hier geforderten Preises. Und dazu muss ich noch nicht einmal erst lange nach einem „Billigheimer“ suchen!

„Erste Sahne“ auch der Werbehinweis „Ihre Anmeldung ist völlig kostenlos und unverbindlich – dennoch erhalten Sie sofort alle Möglichkeiten als VIP-Partner“! Was kommt danach? Nichts, absolut nichts – es gibt keine „Möglichkeiten“, die man nutzen könnte. Geschweige denn „alle Möglichkeiten“!

keine werbemittel oder produkte beim vip businessclub vorhanden
Fehlanzeige: Werbemittel oder Produkte

Naja, der eigne Ref-Link, der ist natürlich da. Nur gut, daß ich nicht alle gewünschten Angaben im Profil – beispielsweise Bankdaten und Kontaktmöglichkeiten – wie in der Anmelde-Bestätigungsmail dazu aufgefordert, gleich gemacht habe, sondern erst einmal nach weiteren Infos suchte. VIP Business-Club sagt ja was, aber genau so gut überhaupt nichts über die tatsächlichen Absichten der spanischen Genossenschaft. Um eine solche sollte es sich handeln, zumindest liefert das Impressum einen Hinweis darauf.

VIP-Business-Club – eine Organisation von angeblich rund 200.000 aktiven Partnern. Für mich ist das Angebot nach einer Durchsicht der Seiten gleichbedeutend mit irreführender Werbung und der getarnten Absicht, möglichst viele e-Mail-Kontakte einzusammeln. Weiß der Geier, was tatsächlich mit ihnen passieren wird. Wenig seriös empfinde ich auch das Fehlen einer Möglichkeit, das Konto löschen zu können. Man ist also bei Nichtgefallen beziehunsgweise einer Prüfung des Angebots und letztlichen Ablehnung der Mitgliedschaft mit seinen persönlichen Angaben erst einmal gefangen und muß die Firma anmailen, um die Löschung zu beantragen. Ich habe das gemacht und werde hier über den Ausgang in Form einer Beitragsaktualisierung berichten.

Was schon heute feststeht – der Empfehlungsgeber, sprich Sponsor, über dessen Link wir uns angemeldet haben, hat wegen der unzutreffenden und bewußt irreführenden Werbeaussagen Minuspunkte eingeheimst. Und das nicht gerade wenige! Auf der „Schwarzen Liste“ der Geldfüxxe war er ohnehin schon eingetragen…

 Nachtrag:

Blenden bis der Arzt kommt

Was Marketing und Werbung für manche Menschen bedeuten, frage ich mich immer wieder kopfschüttelnd. Es ist zum Haare raufen, mit welch’ himmelschreienden und mitunter schon bewußt falschen Aussagen geworben wird. Der Eindruck täuscht nicht – Werbung heißt für viele nur möglichst laut, möglichst schrill und möglichst im Trommelfeuer!

Oft wohl nur deshalb, weil die Texte von Programminitiatoren vorgegeben werden und es halt so herrlich bequem ist, wenn man sie nur einfach kopieren und unter die Leute schmeißen muß. Dies allerdings ohne Überlegung zur Frage zu tun, was man da eigentlich postet, kann fatale Folgen haben, wie einem jeder Anwalt schnell erklären kann. Manch einer dieser „Werbeschnellschüsse“ ist durchaus kreativ, allerdings deshalb nicht weniger verwerflich. Anderes hingegen einfach nur plump. Die Geldfüxxe sind da wieder einmal fündig geworden.

Da aber nur „Meckern“ keinem weiterhilft, hier zwei Links über die man sich zu Werbefragen und ihrer Rechtmäßigkeit informieren kann. Grundsätzlich gilt und das nicht nur für das zitierte Beispiel:

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